Der nebenstehende Artikel ist in der Zeitschrift Workshop Musiker-Magazin 2/1996 erschienen.
Martin Sauter
Trinity heisst Dreieinigkeit. Die drei Komponenten, die sich harmonisch in der Trinity vereinen, sind ein Synthesizer mit Effekten, ein MIDI-Sequenzer und ein Harddisk-Recording-System. Das Resultat ist ein Gerät, das dem Begriff «Workstation» eine neue Bedeutung verleiht.
Die M1 von Korg gilt als die «Mutter aller Workstations». Bei ihrer Vorstellung anlässlich der Frankfurter Musikmesse im Jahr 1988 war sie das erste Gerät mit einem wirklich überzeugenden Mix aus Klangerzeugung und Sequenzer. Seither ist der Begriff «Workstation» jedem Keyboarder geläufig - und jeder versteht darunter einen Synthesizer (oder Sampler) mit Effektprozessor plus integriertem MIDI-Recorder. Dies dürfte sich nun ändern: Mit Einführung von Korgs neustem Modell Trinity gehört zu einer richtigen Workstation auch ein integrierter Harddisk-Recorder für digitale Audioaufnahmen.
Allerdings gibt es nicht einfach die Trinity: Vielmehr werden vier verschiedene Modelle angeboten, die - in aufsteigender Reihenfolge - Trinity, Trinity Plus, Trinity Pro und Trinity ProX heissen. Worin sich die einzelnen Versionen unterscheiden, ersehen Sie aus der Tabelle am Artikelende. Wichtig zu wissen ist dabei, dass sich die kleineren Modelle jederzeit mit den Ausstattungsmerkmalen der grösseren Modelle nachrüsten lassen (mit Ausnahme der Tastatur, versteht sich). Auf diese Weise kann man zunächst die kostengünstigste Trinity erwerben und diese dann ganz nach Bedarf und Budget ausbauen.
Die Harddisk-Recording-Option, welche ich Ihnen als herausragendes Merkmal der Trinity-Familie angekündigt habe, gehört nur beim Topmodell Trinity ProX zur Grundausstattung. Da sich wahrscheinlich die Mehrzahl der Käufer eines der preiswerteren (und platzsparenderen) Modelle zulegen wird, soll in diesem Testbericht zunächst nur die Standardversion Trinity beschrieben werden. Die einzelnen Optionen (von denen uns leider erst die Solosynthesizer-Option zur Verfügung stand) werden in einem separaten Abschnitt am Artikelende vorgestellt.
Die Korg Trinity in ihrer ganzen Schönheit.
Und schon wieder ein neuer Fachausdruck: Das Klangerzeugungssystem der Trinity heisst ACCESS (Advanced Control Combined Synthesis System). Vom Prinzip her unterscheidet sich ACCESS allerdings nicht grundlegend von der AI-Synthese, die in M1 und 01/W zur Anwendung kommt. Somit arbeitet auch die Trinity nach dem bewährten Oszillator-Filter-Verstärker-Prinzip (vgl. Schema), wobei der Oszillator auf Samples zurückgreift, welche der Hersteller in einem ROM-Speicher abgelegt hat. «Rompler» nennt man solche Systeme scherzhaft, die nach wie vor den Löwenanteil der heute lieferbaren Synthesizer ausmachen. Da sich hier also keine Revolution ankündigt, möchte ich mich bei der Beschreibung von ACCESS ausgesprochen kurz fassen und nur auf einige wesentliche Unterschiede gegenüber dem Vorgängermodell 01/W hinweisen.
Die ACCESS-Tonerzeugung der Trinity hat vieles von M1 und 01/W geerbt.
Natürlich wurde das Sample-ROM kräftig aufgestockt: Es ist stattliche 24 MByte gross und enthält 375 Multisamples plus 258 Drumsamples. Rein überschlagsmässig erkennt der geübte Datenblattleser, dass hier ein einzelnes Sample wesentlich mehr Speicherplatz belegt als noch bei der 01/W; dass dies der Klangqualität zugute kommt, ist eine alte Weisheit. Zudem sind die Samples mit einer Abtastfrequenz von 48 kHz aufgenommen worden - ich würde mal behaupten, dass auch dies einer der Gründe ist, warum die Trinity so wunderbar transparent und brillant klingt.
Ein nützliches Detail innerhalb der Oszillatorsektion möchte ich nicht unerwähnt lassen. Während man einem Oszillator üblicherweise nur ein einziges Sample zuweisen kann, sind es bei der Trinity deren zwei, wobei in Abhängigkeit von der Anschlagsdynamik entweder das eine oder das andere gespielt wird. Man kann dies entweder dazu nutzen, um zwei völlig unterschiedliche Samples zu kombinieren, wesentlich sinnvoller ist es aber, zwei verwandte Samples zu verwenden. Natürlich lässt sich dies auf Ebene der Kombiprogramme auch mit fast jedem anderen Synthesizer realisieren. Indem Korg jedoch diese Möglichkeit bereits auf der Program-Ebene vorsieht, klingen auch einfache Sounds wesentlich dynamischer.
Einen grossen Schritt vorwärts hat Korg in der Filtersektion gemacht und damit zu anderen Herstellern aufgeschlossen. Endlich stehen auch hier unterschiedliche Filtertypen (Hochpass-, Tiefpass-, Bandpass- und Bandsperrfilter) zur Auswahl. Zudem gibt es endlich einen Resonanzparameter, dessen Fehlen ich bei Korg immer wieder kritisieren musste. Wichtig zu wissen ist ausserdem, dass es nicht nur ein, sondern zwei Filter pro Oszillator gibt, welche wahlweise parallel oder in Serie geschaltet werden und unterschiedliche Einstellungen haben können.
Wie bei Korg üblich gibt es einen Single- und einen Double-Modus. Im Double-Modus werden pro Stimme zwei Oszillatoren eingesetzt, wodurch sich auch die Zahl aller übrigen Komponenten (Filter, Verstärker, Hüllkurven, LFOs) verdoppelt - lediglich die Tonhöhen-Hüllkurve gilt für beide Oszillatoren gemeinsam. In Kombination mit der oben beschriebenen Möglichkeit, einem Oszillator zwei verschiedene Samples zuzuweisen, können somit bereits auf Program-Ebene bis zu vier verschiedene Samples gespielt werden. Den Preis, den man für den Double-Modus zahlt, ist allerdings die Halbierung der Stimmenzahl von 32 auf 16.
Effekte
Seit der M1 hat Korg die Effektsektion seiner Synthesizer zwar mehrfach verbessert, aber nicht grundlegend verändert. Mit der Trinity kommt nun erstmals ein ganz neues Konzept zur Anwendung, das besonders im Sequenzerbetrieb wesentliche Vorteile hat. Neben zwei globalen Master-Effekten gibt es bis zu acht individuelle Insert-Effekte.
Der erste der beiden Master-Effekte ist für Modulationseffekte (Chorus, Flanger, Phaser etc.) oder Delay ausgelegt, der zweite für Hall oder Delay; insgesamt stehen 14 Effekttypen zur Auswahl. Die beiden hier angewählten Effekte wirken auf alle gespielten Sounds, wobei man den Effektanteil pro Program (Combination-Modus) bzw. pro Spur (Sequenzer-Modus) regeln kann. Die Insert-Effekte dagegen können einzelnen Programs bzw. Spuren individuell zugeordnet werden - typischerweise bis zu drei Stück in Serie. Wenn man beispielsweise der Gitarre einen Verzerrer und einen Amp-Simulator, dem Bass einen Kompressor und einen parametrischen Equalizer, dem Schlagzeug ein Gated Reverb, dem E-Piano einen Chorus und allen zusammen einen Hall zuweisen will, ist dies - im Gegensatz zu älteren Korg-Synthesizern - problemlos machbar.
Während die Master-Effekte immer in derselben Form zur Verfügung stehen, gelten für die Insert-Effekte gewisse Einschränkungen. Je nach Komplexität des Effekts stehen nämlich unterschiedliche und unterschiedlich viele Effekttypen zur Verfügung. Man muss sich also überlegen, wie man die insgesamt acht «Prozessoren» aufteilen will. Opfert man vier «Prozessoren» für einen einzigen Insert-Effekt, so bieten sich hier Möglichkeiten, welche selbst die Master-Effekte weit in den Schatten stellen - 100 hochwertige und teilweise recht ausgefallene Effektprogramme stehen dann zur Verfügung. Dafür hat man dann für einen einzigen Effekt bereits die halbe Kapazität verbraucht. Mit nur einem «Prozessor» kann man effektiv acht, dafür nur einfachere Effekte (weniger Parameter, nur mono statt stereo etc.) einsetzen. Dies ist jedoch kein Grund zur Traurigkeit, denn selbst in diesem Fall haben die Effekte noch einiges zu bieten.
Unter dem Strich kann man sagen: Die Effektsektion der Trinity lässt wirklich keine Wünsche offen und trägt wesentlich zum ausgezeichneten Klang dieses Instruments bei; letzteres lässt sich übrigens leicht nachprüfen, da Insert- und Master-Effekte global abgeschaltet werden können.
Sequenzer
Gemessen an den Innovationen in den übrigen Bereichen ist der Sequenzer der Trinity vergleichsweise konventionell ausgefallen, sprich er erinnert stark an frühere Korg-Produkte. Dies ist aber nicht abwertend gemeint, denn der Sequenzer konnte auch schon in der 01/W überzeugen. Natürlich gibt es da und dort neue Möglichkeiten (teilweise auch einfach Verbesserungen in der Bedienung dank dem grösseren Display), und ein Blick auf das Datenblatt zeigt auch quantitative Verbesserungen (vgl. Kasten) - aber das bisherige Konzept wurde weitgehend beibehalten.
Sofern die grosszügig bemessene Speicherkapazität von 80'000 Noten nicht schon vorher ausgeschöpft wurde, bietet die Trinity 20 Songs mit 16 Spuren. Der zusätzliche Master Track speichert Tempo- und Taktartwechsel. Um mehrfach vorkommende Songteile nur einmal aufnehmen zu müssen (und damit auch Speicherplatz zu sparen), stehen zudem 100 einspurige Patterns zur Verfügung, welche aus einem Song heraus abrufbar sind.
Die Aufnahmefunktionen bieten alle denkbaren Möglichkeiten von der Echtzeitaufnahme im Overwrite-, Overdub-, Loop- oder Punch-In-Modus bis hin zum Step-by-Step-Verfahren. Auch die Editierfunktionen, mit denen ganze Spuren, bestimmte Takte oder auch einzelne Events eingefügt, kopiert oder gelöscht werden können, erfüllen alle realistischen Anforderungen. Quantisiert wird entweder bereits während der Aufnahme oder aber danach; leider ist diese Quantisierung (wie übrigens auch die anderen Editierfunktionen) nicht reversibel, d.h. eine Operation kann nicht einfach mit einem Undo-Befehl rückgängig gemacht werden.
Die vielleicht wesentlichste Neuerung kommt erst beim Modell Trinity ProX resp. bei installierter Harddisk-Recording-Option (vgl. Kasten) zum Tragen: Neben den 16 MIDI-Spuren hat man dann auch 4 Audiospuren zur Verfügung. Die Integration von MIDI- und Audiodaten kennt man ja schon von verschiedenen Sequenzerprogrammen für PCs - hier hat man sie nun auch in einer Workstation.
Das berührungsempfindliche(!) Display zeigt viele Parameter auf einen Blick...
...und geizt nicht mit grafischen Darstellungen.
Sie mögen mich einen User-Interface-Fetischisten schimpfen, aber ich bin nun mal der Überzeugung, dass ein Gerät nur so gut ist wie seine Benutzeroberfläche. Denn was nützen mir all die theoretischen Möglichkeiten, wenn ich sie in der Praxis nicht einsetze, weil das Bedienungskonzept zu umständlich oder gar unverständlich ist?
Solche Gedanken scheinen sich auch die Korg-Ingenieure gemacht zu haben - und herausgekommen ist eine mustergültige Benutzeroberfläche. Deren Kern ist ein riesiges (320 x 240 Bildpunkte), grafikfähiges, berührungsempfindliches Display. Es ist schon toll, die Parameter nicht mit Cursor-Tasten anwählen zu müssen, sondern in Kleinkinder-Manier direkt mit dem Finger auf sie zu zeigen (und oft auch direkt zu verändern). Mit einem Minimum an Übung funktioniert dies ausgesprochen gut. Der einzige Wermutstropfen: Der Bildschirmaufbau ist nicht gerade rasend schnell.
Was weiter auffällt: Bei kaum einem anderen Gerät wird man so stark daran erinnert, dass ein Synthesizer letztlich auch nur ein Computer ist. Dies beginnt damit, dass das Betriebssystem ab Diskette in einen nichtflüchtigen Speicher geladen werden muss (was den Vorteil hat, dass man sein Instrument per Diskette updaten kann). Auch im täglichen Gebrauch ist die Trinity sehr computer-like: Da gibt es Fenster, Dialogboxen, Aufklappmenüs, Check Boxes und Radio Buttons - eigentlich fehlt nur noch eine integrierte Hilfefunktion, welche die Parameter erläutert. Selbst der Disketteninhalt ist wie bei einem PC organisiert: einzelne Dateien können in Ordnern zusammengefasst werden. Nachdem diese Konzepte mehr oder weniger Allgemeingut geworden sind, scheint mir dies eine absolut sinnvolle Lösung; denn wer mit einem Macintosh- oder Windows-Computer zurechtkommt, wird sich auf der Trinity sofort zuhause fühlen.
Ein nützliches Detail, das ich hier noch hervorheben möchte, ist die Klangauswahl nach Kategorien. Jedes Program und jede Combination kann maximal zwei Kategorien (die Kategorienamen sind editierbar) zugewiesen werden; sind sie einmal auf diese Weise «etikettiert», so listet der Befehl «Select by Category» nur diejenigen Sounds auf, welche der gewünschten Kategorie entsprechen.
Spielhilfen
Neben dem für Korg-Synthesizer typischen Joystick gibt es bei der Trinity zwei neue Spielhilfen. Da wäre zunächst der Ribbon Controller, der schon beim Prophecy (vgl. Testbericht im Workshop 1/96) vorhanden ist. Dieses berührungsempfindliche Band direkt unterhalb des Joysticks kann ebenfalls einen wählbaren Parameter steuern; zudem besitzt es eine Art Aftertouch-Funktion, der man einen zweiten Parameter zuweisen kann.
Die zweite neue Spielhilfe sind die beiden Tasten oberhalb des Joysticks. Auch ihnen können unterschiedliche Funktionen zugewiesen werden, z.B. das Ein- und Ausschalten von Portamento oder Effekten, sie können aber auch eine bestimmte Stellung der anderen Spielhilfen «einfrieren». Ferner sind Anschlüsse für ein Sustain-Pedal, einen zweiten, programmierbaren Fussschalter sowie für einen programmierbaren Schweller vorhanden. Auch der Value-Schieberegler lässt sich live als Controller einsetzen, und zudem sind im Program-Modus acht zentrale Klangparameter über Bildschirm-Fader direkt zugreifbar (sogenannter Performance Editor).
Fazit
Auch wenn ich sonst mit Superlativen eher zurückhaltend bin, so kann ich diesmal mit voller Überzeugung sagen: Die Trinity ist eine der überzeugendsten Workstations seit langem und ein wesentlicher Schritt nach vorne. Und wenn die Konkurrenz nicht in naher Zukunft vergleichbare Geräte vorstellt, dann wir die Trinity im Markt ähnlich abräumen wie seinerzeit die M1. Denn hier stimmt einfach alles: Die Trinity klingt hervorragend (eine Klasse besser als die 01/W), bleibt trotz der vielen Möglichkeiten einfach bedienbar und (was vielleicht das wichtigste Argument ist) bietet Ausbaumöglichkeiten für jedes Bedürfnis.
Kein Wunder also, dass die Korg-Chefs bei unserem Besuch in Tokio (vgl. Workshop 9/95) so selbstsicher ein «grossartiges Instrument» ankündigten, das die «Essenz aller Workstations» sein soll. Der einzige Mangel stellt meiner Ansicht nach die begrenzte Polyphonie dar: 32 Stimmen (im Double-Modus sogar nur 16) sind schnell einmal aufgebraucht, und es gibt mittlerweile doch schon einige 64stimmige Instrumente.
Falls Sie mich einmal besuchen wollen und noch kein Mitbringsel haben: Hier wäre eines, mit dem Sie zu jeder Tages- und Nachtzeit herzlich willkommen sind und mit Garantie den besten Wein aus meinem Keller serviert bekommen...
Auf einen Blick Korg Trinity - ACCESS-Klangerzeugung Sequenzer Effekte Anschlüsse Besonderes |
Die Trinity-Standardversion ist eine einigermassen konventionelle Workstation, die man als direkte Nachfolgerin von M1 bzw. 01/W betrachten kann. Die eigentliche Besonderheit der Trinity-Familie besteht in den Erweiterungen, welche in den Versionen Trinity Plus, Pro und ProX teilweise bereits eingebaut sind, die aber immer auch nachgerüstet werden können. Bis Redaktionsschluss waren sie allerdings noch nicht verfügbar, und auch die Preise standen noch nicht fest.
Solosynthesizer-Option
MOSS (Multi Oscillator Synthesis System) ist ein sehr vielseitiges Klangerzeugungssystem, das erstmals im Solosynthesizer Korg Prophecy zur Anwendung gekommen ist (vgl. Testbericht im Workshop 1/96). Es basiert nicht auf Samples, sondern auf digitalen Signalprozessoren (DSP) und kann sehr unterschiedliche Syntheseprinzipien realisieren - bis hin zum Physical Modeling. Wegen seiner Komplexität ist es allerdings bisher nur einstimmig.
Die Solosynthesizer-Option ergänzt die ACCESS-Tonerzeugung des Trinity mit der MOSS-Tonerzeugung des Prophecy und ist bei allen Modellen ausser bei der Grundversion bereits eingebaut. Sie beinhaltet nicht nur die Klangerzeugung selbst, sondern auch eine zusätzliche Program-Bank (Bank S) mit 64 Speicherplätzen für die entsprechenden MOSS-Sounds. Dies macht deutlich, dass die MOSS-Klangerzeugung unabhängig von der ACCESS-Klangerzeugung ist. Somit können Sie die beiden Syntheseprinzipien innerhalb eines einzelnen Programs nicht kombinieren. Hingegen ist es sehr wohl möglich, MOSS- und ACCESS-Programs innerhalb einer Combination oder einer Sequenz zu kombinieren.
Flash-ROM-Option
Die Flash-ROM-Option vergrössert das Sample-ROM (standardmässig 24 MByte) der Trinity um weitere 8 MByte. Die Bezeichnung Flash-ROM besagt, dass die Chips nicht ab Werk mit unveränderbaren Samples gefüllt sind wie bei einem konventionellen ROM-Speicher; eigentlich handelt es sich eher um einen RAM-Speicher, der durch den Benützer geladen werden kann, der allerdings seinen Inhalt dauerhaft speichert, also beim Ausschalten des Geräts nicht verliert. Zur Flash-ROM-Option gehören auch die zwei zusätzlichen Banken C und D mit jeweils 128 Programs und ebensovielen Combinations. Wenn die Solosynthesizer-Option (s.o.) installiert ist, wird auch die Bank S verdoppelt (auf 128 Programs).
Harddisk-Recorder-Option
Fast alles, was bisher unter dem Namen «Workstation» verkauft wurde, konnte zwar MIDI-Daten aufzeichnen, aber keine Audiosignale. Um also akustische Instrumente oder Gesang aufzunehmen, brauchte man immer noch ein zusätzliches Aufnahmegerät (ein Tonbandgerät oder einen Harddisk-Recorder), das dann zum internen Sequenzer der Workstation synchronisiert werden musste.
Mit der Harddisk-Recorder-Option (Standard in der Trinity ProX) können auch Audiosignale digital (16 Bit/48 kHz) aufgenommen und synchron zum internen Sequenzer wiedergegeben werden. Diese Option umfasst zwei Audioeingänge mit Analog/Digitalwandlern sowie einen Digitaleingang plus -ausgang im SPDIF-Format. Laut Datenblatt ist ferner die SCSI-Schnittstelle inbegriffen, welche es auch als separate Option zu kaufen gibt (s.u.).
SCSI-Option
Diese Option stattet die Trinity mit einer SCSI-Schnittstelle aus, wie sie für den Anschluss von Fest- und Wechselplatten bzw. CD-ROMs benötigt wird. Diese Option ist nur bei der Trinity ProX serienmässig installiert.
Digital-IF-Option
Um die Signale der vier Standard-Audioausgänge verlustfrei in ein anderes Digitalgerät zu übertragen, kann die Trinity mit einem Digitalausgang im Digital-IF-Format ausgestattet werden. Laut Angaben des Herstellers handelt es sich dabei um einen ADAT-kompatiblen optischen Ausgang. Diese Option ist nur bei der Trinity ProX serienmässig installiert.
| Trinity | Trinity Plus | Trinity Pro | Trinity ProX |
ACCESS | + | + | + | + |
MOSS | - | + | + | + |
Flash-ROM | - | - | - | - |
HD-Recorder | - | - | - | + |
SCSI | - | - | - | + |
Digital IF | - | - | - | + |
Tasten | 61 | 61 | 76 | 88 (gewichtet) |
Preis (SFr.) | 4'490.- | 5'350.- | 5'990.- | 8'990.- |