Ein Mann blickt in die Ferne

Gute Ziele, schlechte Ziele: So gelingen Website-Projekte

Ob ein Website-Projekt erfolgreich wird, hängt ganz wesentlich davon ab, welche Ziele im Agentur-Briefing stehen. Das hört sich banal an, ist es aber nicht. Über die Jahre habe ich Dutzende solcher Briefings gelesen, und überraschend viele haben es nicht geschafft, die Projektziele auf den Punkt zu bringen. Wenn aber das Ziel nicht klar ist, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn man es verfehlt. Und wer das falsche Ziel vorgibt, wird selbst dann keinen Erfolg haben, wenn das Ziel erreicht wurde.

«Der Weg ist das Ziel.» Diese Lebensweisheit mag vielerorts ihre Berechtigung haben – aber nicht in einem Website-Projekt: Hier sollte man das Ziel und den Weg dorthin sauber trennen. Idealerweise gibt der Auftraggeber lediglich das Ziel vor, während die Agentur den geeigneten Weg dorthin vorschlägt.

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Hände auf einer Computer-Tastatur

Braucht Ihre Website einen Live-Chat?

Meist poppt es unten rechts auf der Website auf: das Chat-Fenster mit einem freundlichen Mitarbeiter, der selbstverständlich jederzeit gerne alle Ihre Fragen persönlich beantwortet. Live-Chats auf Websites sind derzeit gross in Mode – nicht zuletzt deshalb, weil es inzwischen sehr schöne Lösungen gibt, die man einfach und kostengünstig in bestehende Websites integrieren kann. Aber was bringt ein Live-Chat dem Website-Betreiber? Und braucht wirklich jede Website ein solches Interaktionselement?

Wir haben auf unserer Agentur-Website die Probe aufs Exempel gemacht und während einigen Monaten die Chat-Lösung von Intercom implementiert. Technisch ist dies ein geringer Aufwand, und das Backend für unsere Mitarbeiter (ein Web-Interface und eine Mobile App) wirkt sehr durchdacht. Nach wenigen Stunden Arbeit war unser Chat online, und wir freuten uns auf die ersten Anfragen.

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WordPress

WordPress als CMS: Wofür es sich eignet – und wo die Grenzen liegen

Wenn es um WordPress als Content-Management-System geht, dann sind die Meinungen oft sehr unterschiedlich: Die einen tun WordPress als reines Blog-System ab, die anderen preisen es als Universalwerkzeug für jede Website. Aus meiner persönlichen Erfahrung trifft weder das eine noch das andere zu. Wer WordPress gut kennt, kann mit wenig Aufwand (und minimalen Kosten) sehr viel erreichen – weiss aber auch, wann man besser zu einem anderen CMS greift.

Lassen Sie mich vorausschicken: Ich arbeite sehr gerne mit WordPress. Mir gefällt insbesondere, wie schnell man eine Website hochfahren und dann mit geeigneten Plug-ins für sehr unterschiedliche Anwendungszwecke ausbauen kann. Und da es bei mir oft um Websites für KMUs oder Non-Profit-Organisationen geht, ist natürlich auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ein starkes Argument: Die Basis-Software ist kostenlos, und für ein professionelles Theme sowie ein paar Premium Plug-ins reicht in der Regel ein dreistelliges Budget.

In den letzten fünf Jahren habe ich zwei Dutzend Websites mit WordPress gebaut. Ich bin kein Entwickler, aber ein routinierter WordPress-Administrator: Ich schreibe also keine eigenen Plug-ins, nutze aber ansonsten alle Möglichkeiten des Systems. Daneben habe ich Erfahrungen mit TYPO3 und Contao gesammelt, kann also bis zu einem Grad beurteilen, was andere Open Source CMS bieten.

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Eiger Nordwand

Content Marketing: Am Nordhang des Hype Cyle

Getreu dem Gartner Hype Cycle Modell erlebt das Content Marketing gerade eine Phase der Ernüchterung: Nach der ersten Euphorie beginnen alle Beteiligten zu verstehen, dass Content Marketing nicht alles kann – und nicht alle Content Marketing können. Statt allerdings das Content Marketing, das man vor kurzem hochgejubelt hat, nun wieder totzusagen, sollte man das Thema nüchtern betrachten  –  und darauf bauen, dass nach dem «Gipfel der überzogenen Erwartungen» irgendwann das «Plateau der Produktivität» folgt.

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Frau schreibt auf einem Notbook

Website-Texte schreiben, die funktionieren

Wer schreiben kann, schreibt nicht zwangsläufig auch gute Website-Texte. Digitale Medien haben ihre Eigenheiten; nur wer sie berücksichtigt, wird auch gelesen. Das Wichtigste: Der Leser muss Webseiten schnell überfliegen können – endlose Textwüsten sind deshalb tabu. Ausserdem müssen Online-Texte besonders leicht verständlich sein.

Wer Texte für eine Website schreibt, muss wissen, wie im Web gelesen wird. Die ernüchternde Erkenntnis von Jacob Nielsen lautet: Website-Besucher lesen Texte nicht Wort für Wort – sie überfliegen Texte nur, lesen einzelne Wörter oder Sätze. Im Web wird also nicht sequentiell gelesen, sondern selektiv. Oder wie es Jacob Nielsen formuliert:

«People rarely read Web pages word by word; instead, they scan the page, picking out individual words and sentences.»

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Kann das nur ein Inserat?

Google-Inserat in der WELTWOCHE (2007)

Google ist zu einem weltweit führenden Brand geworden, ohne je einen Dollar in Eigenwerbung investiert zu haben. Falls diese Aussage überhaupt je der Wahrheit entsprochen hat, dann ist sie spätestens seit dem 13. September 2007 falsch. An diesem Datum erschien nämlich die «Weltwoche» Nr. 37, und darin auf Seite 30 das oben abgebildete Inserat.

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