Investieren Sie in Journalismus!

Wenn Sie einen Journalisten fragen, wie das Zeitungsgeschäft funktioniert, dann wird er Ihnen wahrscheinlich antworten: «Unsere Leser bezahlen uns dafür, dass wir sie mit relevanten Informationen versorgen.»

Dieses alte Journalisten-Selbstverständnis ist nicht völlig falsch. Aber es ist nur ein Teil der Wahrheit und nicht einmal die halbe Wahrheit. Denn wenn das Geschäftsmodell der Medienhäuser ausschliesslich so funktionieren würde, dann gäbe es in unseren Zeitungen keine Anzeigen, und vor allem gäbe es keine Gratiszeitungen.

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Frau schreibt auf einem Notbook

Website-Texte schreiben, die funktionieren

Wer schreiben kann, schreibt nicht zwangsläufig auch gute Website-Texte. Digitale Medien haben ihre Eigenheiten; nur wer sie berücksichtigt, wird auch gelesen. Das Wichtigste: Der Leser muss Webseiten schnell überfliegen können – endlose Textwüsten sind deshalb tabu. Ausserdem müssen Online-Texte besonders leicht verständlich sein.

Wer Texte für eine Website schreibt, muss wissen, wie im Web gelesen wird. Die ernüchternde Erkenntnis von Jacob Nielsen lautet: Website-Besucher lesen Texte nicht Wort für Wort – sie überfliegen Texte nur, lesen einzelne Wörter oder Sätze. Im Web wird also nicht sequentiell gelesen, sondern selektiv. Oder wie es Jacob Nielsen formuliert:

«People rarely read Web pages word by word; instead, they scan the page, picking out individual words and sentences.»

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Was braucht es für ein erfolgreiches Corporate Blog?

Ein Corporate Blog zu starten ist nicht schwierig. Es langfristig erfolgreich zu betreiben ist hingegen eine Herausforderung, an der schon manches Unternehmen gescheitert ist. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Erfolgsfaktoren für ein Corporate Blog zusammen.

«Content is King!» Dieser Satz wurde 1996 von Bill Gates geprägt, und er hat im Zeitalter des Content Marketings nichts an Aktualität verloren. Der Erfolgsfaktor Nummer 1 eines Corporate Blogs ist und bleibt der Content – der richtige Content, wohlverstanden. Und genau hier tun sich viele Unternehmen schwer: Welche Themen gehören in ein Corporate Blog? Allgemein formuliert müssen die Themen die folgenden vier Anforderungen erfüllen:

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E-Books: Warum Sie einen Tolino Vision kaufen sollten

Der Tolino Vision, die Alternative zu Amazons Kindle

Der Tolino Vision, die Alternative zu Amazons Kindle

Ein E-Book-Reader ist mehr als nur ein technisches Gerät. Er ist das zentrale Element eines ganzen Vermarktungssystems für digitale Bücher. Wer sich für einen Tolino E-Book-Reader entscheidet, unterstützt eine System, dass noch am ehesten frei nutzbare Inhalte und offene Standards zulässt. Und das sollten wir fördern, solange wir noch die Wahl haben.

Kurz gesagt: Im Gegensatz zum Kindle (dem E-Book Reader von Amazon) erlaubt es der Tolino (der E-Book Reader von Thalia), E-Books im EPUB-Format zu lesen. EPUB ist ein herstellerübergreifender, offener Standard und damit auch das bevorzugte E-Book-Format für freie Inhalte. Zudem erlaubt es der Tolino, kostenpflichtige E-Books nicht nur von einem einzigen Anbieter zu kaufen, sondern von jedem beliebigen E-Book Store. So kann man als Leser dafür sorgen, dass der Ertrag aus dem Bücherkauf an die lokalen Buchhändler und Verlage geht, die es für eine vielfältige, hochwertige Buchkultur unbedingt braucht. Wer einen Tolino Vision kauft, setzt also auch ein Zeichen gegen die Bestrebungen von Amazon, Buchhandel und Verlage überflüssig zu machen und als einziger Vermittler zwischen Autoren und Lesern den Büchermarkt komplett zu kontrollieren.

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re:publica 2014

re:publica 14: Wie kann man mit Online-Journalismus Geld verdienen?

Weil Micropayment-Lösungen fehlen, ist mit Paid Content kaum Geld zu verdienen

Das Internet ist ja bekanntlich daran schuld, dass sich mit Journalismus kaum noch Geld verdienen lässt. So sehen das jedenfalls die Zeitungs- und Zeitschriften-Verlage, deren Geschäftsmodell durch das World Wide Web arg in Bedrängnis geraten ist: Mit den Druckauflagen schmelzen auch Werbeeinnahmen und Abo-Erträge dahin – und online lässt sich mit Content nach wie vor nur sehr schwer Geld verdienen. Diese sogenannte Medienkrise ist immer wieder auch Thema an der re:publica, denn bei aller Begeisterung für das Medium Internet fragen sich immer mehr Blogger und (Online-)Journalisten, wie sie denn von ihrer Arbeit leben sollen.

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Die re:publica im Jahr 1 nach Edward Snowden

An der re:publica 2014 in Berlin

An der re:publica 2014 in Berlin

Die Internet-Konferenz re:publica war schon immer durch politische Diskussionen geprägt. In der Vergangenheit ging es um das Urheberrecht im digitalen Zeitalter, um Social Media als Kommunikationskanal für Protestbewegungen oder um die Netzneutralität. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden im Sommer 2013 sind solche Themen allerdings in den Hintergrund gerückt.

Stattdessen dominiert der Kampf gegen die flächendeckende, unkontrollierte und illegale Überwachung durch die Geheimdienste die re:publica 14, welche unter dem Motto «Into the Wild» steht. So riefen die vier Gründer Andreas Gebhard, Tanja Haeusler, Markus Beckedahl und Johnny Haeusler bereits in der Eröffnungsveranstaltung zur Rückeroberung des Netzes durch die Bürger auf. Unter grossem Applaus wurde zudem die Forderung nach politischem Asyl für Edward Snowden in Deutschland erneuert.

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Die grösste Bedrohung für unsere Privatsphäre sind wir selbst

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden und dem Heartbleed-Bug muss uns allen klar sein, dass unsere Daten nicht so vertraulich sind, wie wir das gerne hätten. Diese schlagzeilenträchtigen Skandale führen aber leicht zu falschen Schlüssen: Es ist nicht allein die Schuld von Geheimdiensten und Hackern, dass unsere Privatsphäre dermassen durchlässig geworden ist. Auch wir selbst leisten einen wesentlichen Beitrag dazu.

Ein wesentliches Element ist unser Mitteilungsbedürfnis. Das World Wide Web hat es ermöglicht, dass wir uns der ganzen Welt präsentieren, und dank Social Media ist die Selbstdarstellung zum Massenphänomen geworden. Wir dokumentieren unser ganzes Leben auf Facebook und blenden aus, was wir damit alles offenlegen. Das einzige, was wir fürchten, sind unvorteilhafte Schnappschüsse von feuchtfröhlichen Partys, die Kollegen ungefragt ins Netz stellen. Dabei sollten wir uns viel mehr Sorgen darüber machen, was wir über unser Konsumverhalten, unsere Aufenthaltsorte, unsere Meinung zu politischen und sozialen Fragen, unseren Gesundheitszustand oder unser Beziehungsnetz preisgeben.

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Kindersichere Apps: Worauf Eltern achten sollten

Ob sich eine App für Kinder eignet hängt nicht nur von deren Inhalt ab. Es gibt einige grundlegende Eigenschaften, die jede App besitzen sollte, welche von Kindern unbeaufsichtigt benutzt wird. Insbesondere gibt es gewisse Funktionalitäten, welche in einer kindergerechten App nichts verloren haben, weil sie ein mehr oder weniger grosses Sicherheitsrisiko darstellen.

Natürlich muss man differenzieren: Was für ein Kleinkind gilt, muss nicht zwingend auch für einen Primärschüler gelten, und bei Teenagern sieht die Sache dann gleich nochmals anders aus. Die folgende Checkliste ist ein Maximalkatalog und primär für Kinder im Vorschulalter gedacht – werden Kinder älter, so werden sich die meisten Punkte nach und nach relativieren.

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Mobino: Mobile Payment Made in Switzerland

Pointiert formuliert könnte man sagen: Die Printmedien stecken nur deshalb in der Krise, weil sich bis heute kein einheitliches Micropayment-System für digitale Inhalte durchsetzen konnte. Die Gratismentalität im Netz gibt es nämlich keineswegs nur deshalb, weil die Nutzer nicht für Online-Content bezahlen wollen, auch deshalb, weil sie es oft nicht können – zumindest dann nicht, wenn sie nur einen einzelnen Artikel lesen und nicht gleich ein Jahresabonnement abschliessen möchten. Aus Sicht der Verlage macht das Abo-Modell natürlich Sinn, aber in der On-Demand-Kultur des Internets ist es ein Anachronismus.

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Suchmaschinen-Werbung überholt Display-Werbung

Wirft man nur einen oberflächlichen Blick auf den Online-Werbestatistik Report von Media Fokus, dann kommt man zu einem einfachen Schluss: Die Ausgaben für Online-Werbung wachsen hierzulande stetig und kräftig. In den letzten fünf Jahren hat sich der gesamte Online-Werbemarkt (inkl. Display-Werbung, Suchmaschinen-Werbung, Online-Rubrikenmärkte und Online-Verzeichnisse) mehr als verdoppelt und erreichte letztes Jahr gut 674 Mio. Franken. Damit fliesst bereits mehr Geld in die Online-Werbung als etwa in die Aussenwerbung (CHF 567 Mio.), und auch der Abstand zur Fernsehwerbung (CHF 726 Mio.) ist nicht mehr allzu gross. Das ist eine Entwicklung in die richtige Richtung, wenn man das Mediennutzungsverhalten der Schweizer in Betracht zieht, und letztlich keine Überraschung.

Online-Werbeausgaben Schweiz 2005-2012

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