re:publica XI – Masse ist Klasse

re:publica 2011, Berlin, Friedrichstadt-Palast

re:publica 2011, Berlin, Friedrichstadt-Palast

Wer das Generalthema in den verschiedenen Referaten und Workshops an der re:publica 2011 sucht, findet es leicht: Es geht um die Masse (Crowd) und wie sie über das Internet produktiv werden kann.

«Design ist zu wichtig, um es den Designern zu überlassen», postulierte beispielweise Philipp Schäfer. Seiner Meinung nach müssen zwingend die Benutzer in jegliche Design-Prozesse involviert werden. Und seine Lösung für komplexe Fragestellungen besteht in der Crowdsourcing-Plattform OpenIDEO.

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Der Steve Jobs der Wikipedia: Jimmy Wales erhält den Gottlieb-Duttweiler-Preis 2011

Jimmy Wales: Preisverleihung im Gottlieb Duttweiler Institut

Man muss ihn einfach gern haben: Obwohl Jimmy Wales mit seiner Idee einer freien Enzyklopädie die Welt des Wissens revolutioniert hat, wirkt er bescheiden, freundlich, geduldig, ehrlich, engagiert. Und während er routiniert den Applaus der im Gottlieb-Duttweiler-Institut GDI versammelten Prominenz entgegennimmt, vergisst er nicht, den Dank an die unzähligen Freiwilligen weiterzureichen, welche die Wikipedia erst möglich machen. Die allermeisten Wikipedianer sind, so verrät er uns, einfach nette Menschen, und er lässt gleich einige von ihnen persönlich auf Grossleinwand erklären, was sie an der Wikipedia fasziniert.

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Zum 10. Geburtstag: Wikipedia, der Albtraum der Werber

Die Wikipedia ist eine Realität gewordene Utopie – wenn man Wissenschafter, Journalist, Demokrat oder Humanist ist. Die Wikipedia ist ein Albtraum – wenn man Werber ist. Warum?

Werber suchen Reichweite. Die Wikipedia hat eine unglaubliche Reichweite: Sie gehört zu den am häufigsten besuchten Websites im Internet, und sie belegt Spitzenplätze in den Trefferlisten von Googles Suchmaschine. Wenn die Wikipedia ein kommerzielles Projekt wäre, könnte sie ihre Werbeplätze für teures Geld verkaufen. Ist sie aber nicht, die Finanzierung läuft ausschliesslich über Spenden, und so gibt es auch keine Werbeplätze. Das muss jeden Werber in den Wahnsinn treiben: Ein idealer Werbeträger, der keine Werbung publizieren will!

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Impressionen vom BlogCamp Switzerland

Peter Hogenkamp am BlogCamp Switzerland 2010

Wenn Peter Hogenkamp über seine ersten vier Wochen als Leiter Digitale Medien bei der NZZ referiert, dann braucht man nicht lange zu überlegen, in welche Session man reinsitzt: Das Thema ist an sich schon hoch spannend, und Hogenkamp ist nicht nur ein schneller Denker, sondern auch ein Entertainer mit Biss. Was er alles erzählt hat darf ich aber leider nicht im Detail wiedergeben: An einem BlogCamp erfährt man auch hie und da etwas, was man zwar unter Insidern gerne austauscht, was aber nicht die ganze Welt zu wissen braucht. Und dass man sich als Blogger an die Regeln hält, die der Speaker vorgibt, ist Ehrensache.

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Googles Misserfolge

Google Failures

Die Ankündigung von Google, Wave einzustellen, hat hohe Wellen geworfen (man sehe mir das allzu naheliegende Wortspiel nach). Das hat weniger damit zu tun, dass viele Anwender ihrer Plattform nachtrauern (sie wird ja genau deshalb eingestellt, weil sie zu wenig Anwender hat), sondern dass man sich nur schwer vorstellen kann, dass Google etwas misslingt. Ähnlich wie man Steve Jobs keinen ernsthaften Lapsus zutraut (Antennagate ist ja allein Mark Papermasters Schuld, Steve hat das iPhone G4 vor der Auslieferung nie gesehen!), so gibt man sich gerne der Illusion hin, Google habe nebst der Lizenz zum Gelddrucken auch die Genialität, den Erfolg ihrer Suchmaschine mit jedem anderen Projekt zu reproduzieren.

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Google Wave: Seiner Zeit voraus – oder bloss over-engineered?

Das universelle Tool für Echtzeit-Kommunikation und -Kollaboration im Web hätte Google Wave werden sollen. Und so war das Echo gross, als Google vor rund einem Jahr die neue Plattform – zunächst nur als Private Beta – lancierte. Doch die Welle verebbte ziemlich rasch, denn Wave wurde von der breiten Masse nicht akzeptiert. Und so erklärt Google nun den geordneten Rückzug aus dem Projekt:

“Wave has not seen the user adoption we would have liked. We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects. […] In addition, we will work on tools so that users can easily ‘liberate’ their content from Wave.”

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Microsoft und Open Source – Konkurrenz oder Kollaboration?

Thomas Reitze an der OpenExpo 2010

Im Rahmen der OpenExpo sprach Thomas Reitze (Director Public Sector von Microsoft Schweiz) heute in Bern über das Verhältnis von Microsoft zu Open Source Software. Microsoft-Gründer Bill Gates gilt ja seit seinem Open Letter to Hobbyists von 1976 als Vorreiter von proprietärer (und kostenpflichtiger) Software. Dass das Verhältnis zur Open-Source-Community kein einfaches sein kann, liegt deshalb auf der Hand, und entsprechend war das Referat gut besucht.

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Kein «Must have»: Eine Polemik zum Apple iPad

Zwischen dem iPhone und dem MacBook gibt es eine Lücke, und die gilt es zu schliessen. Das zumindest will uns Steve Jobs weismachen und lässt endlich das iPad aus dem Sack, das – einmal mehr – die Welt verändern soll. Doch das wird es nicht. Es ermöglicht keine völlig neue Form von Medienkonsum, Internet-Nutzung oder Personal Computing. Das iPad ist ein Produkt der Gattung «Nice to have», nicht «Need to have». Wer (wie der Autor) ein iPhone und ein MacBook besitzt, braucht es nicht, weil das iPhone das bessere Mobile Device ist und das MacBook der bessere Computer.

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Usability, Usability, Usability: Zum 25jährigen Dienstjubiläum von Jakob Nielsen

Website von Jacob Nielsen (2008)

Seit 25 Jahren predigt Jakob Nielsen die Wichtigkeit von Usability. Er hat miterlebt, wie das einstige Insider-Thema zu einem allgemein akzeptierten Prinzip im Umgang mit Technologie geworden ist. Nielsen schätzt, dass sich heute 50’000 Menschen auf dieser Welt hauptberuflich mit Usability beschäftigen. Trotzdem gibt es noch immer viele Usability-Unfälle – und dies obwohl die Prinzipien eigentlich immer dieselben sind:

  • Establish an early focus on users and run field studies before starting any design work.
  • Conduct empirical usability studies throughout development.
  • Use an iterative design process.

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Kann das nur ein Inserat?

Google-Inserat in der WELTWOCHE (2007)

Google ist zu einem weltweit führenden Brand geworden, ohne je einen Dollar in Eigenwerbung investiert zu haben. Falls diese Aussage überhaupt je der Wahrheit entsprochen hat, dann ist sie spätestens seit dem 13. September 2007 falsch. An diesem Datum erschien nämlich die «Weltwoche» Nr. 37, und darin auf Seite 30 das oben abgebildete Inserat.

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