Microsoft und Open Source – Konkurrenz oder Kollaboration?

Thomas Reitze an der OpenExpo 2010

Im Rahmen der OpenExpo sprach Thomas Reitze (Director Public Sector von Microsoft Schweiz) heute in Bern über das Verhältnis von Microsoft zu Open Source Software. Microsoft-Gründer Bill Gates gilt ja seit seinem Open Letter to Hobbyists von 1976 als Vorreiter von proprietärer (und kostenpflichtiger) Software. Dass das Verhältnis zur Open-Source-Community kein einfaches sein kann, liegt deshalb auf der Hand, und entsprechend war das Referat gut besucht.

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Kein «Must have»: Eine Polemik zum Apple iPad

Zwischen dem iPhone und dem MacBook gibt es eine Lücke, und die gilt es zu schliessen. Das zumindest will uns Steve Jobs weismachen und lässt endlich das iPad aus dem Sack, das – einmal mehr – die Welt verändern soll. Doch das wird es nicht. Es ermöglicht keine völlig neue Form von Medienkonsum, Internet-Nutzung oder Personal Computing. Das iPad ist ein Produkt der Gattung «Nice to have», nicht «Need to have». Wer (wie der Autor) ein iPhone und ein MacBook besitzt, braucht es nicht, weil das iPhone das bessere Mobile Device ist und das MacBook der bessere Computer.

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Usability, Usability, Usability: Zum 25jährigen Dienstjubiläum von Jakob Nielsen

Website von Jacob Nielsen (2008)

Seit 25 Jahren predigt Jakob Nielsen die Wichtigkeit von Usability. Er hat miterlebt, wie das einstige Insider-Thema zu einem allgemein akzeptierten Prinzip im Umgang mit Technologie geworden ist. Nielsen schätzt, dass sich heute 50’000 Menschen auf dieser Welt hauptberuflich mit Usability beschäftigen. Trotzdem gibt es noch immer viele Usability-Unfälle – und dies obwohl die Prinzipien eigentlich immer dieselben sind:

  • Establish an early focus on users and run field studies before starting any design work.
  • Conduct empirical usability studies throughout development.
  • Use an iterative design process.

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Kann das nur ein Inserat?

Google-Inserat in der WELTWOCHE (2007)

Google ist zu einem weltweit führenden Brand geworden, ohne je einen Dollar in Eigenwerbung investiert zu haben. Falls diese Aussage überhaupt je der Wahrheit entsprochen hat, dann ist sie spätestens seit dem 13. September 2007 falsch. An diesem Datum erschien nämlich die «Weltwoche» Nr. 37, und darin auf Seite 30 das oben abgebildete Inserat.

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Viral Marketing via Blogs: Das Beispiel Mindjet

Mindjet (Screenshot)

«Mindjet ist überzeugt, dass […] Blogs die Kommunikation revolutionieren und herkömmliche Grenzen zwischen informeller und formeller Kommunikation nachhaltig aufweichen.»

Aus dieser Überzeugung heraus verschenkte Mindjet mitte Juli ihre Mindmapping-Software MindManager an alle Schweizer Blogger. Diese brauchten nichts weiter zu tun, als per Mail die Adresse ihres Blogs, das gewünschte Betriebssystem sowie die bevorzugte Sprache mitzuteilen und erhielten dann einen unlimitierten Lizenzschlüssel – ohne jegliche Verpflichtung. Geniales Marketing oder ein plumper Versuch, die Blogger als Publicity-Maschine zu missbrauchen?

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The Big One (Michael Moore, 1997)

Filmplakat: The Big One (Michael Moore, 1997)

Filmplakat: The Big One (Michael Moore, 1997)

Michael Moore geht in seinem neusten Film der Frage nach, warum Amerikaner ihren Job verlieren, damit Unternehmen noch profitabler werden. Er bietet keine sehr tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Thema, aber gutes Polit-Entertainment.

Filmgeschichte geschrieben hat Michael Moore mit seinem Film «Roger and Me» (1990): Als Arbeitsloser nahm er darin den Chef von General Motors, Roger Smith, ins Visier, nachdem General Motors Ende der 80er Jahre ihre Werke in Moores Heimatstadt Flint geschlossen, 30’000 Arbeitsplätze gestrichen und damit einen Grossteil der dortigen Bevölkerung der Arbeitslosigkeit preisgegeben hatte, weil die Werke nach Mexiko verlagert wurden. Moores Absicht, den GM-Boss mit den Auswirkungen dieser Schliessung zu konfrontieren, blieb natürlich unerfüllt. «Roger & Me» wurde jedoch zum finanziell erfolgreichsten Dokumentarfilm aller Zeiten.

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